Welche Lebensmittel schützen den Darm, welche zerstören ihn?

Morbus Crohn Ernährung Gemüsekorb

So wie man selbst, möchten auch die Darmbakterien gut essen. Wenn man jedoch die falschen Bakterien füttert, dann kann das krank machen. Das Immunsystem wird von der Ernährung beeinflusst. 70 Prozent der Immunabwehrzellen sitzen in der Schleimhaut des Darms. Es gibt einige hilfreiche Lebensmittel, die der Darmschleimhaut guttun.

Die Bakterien, die sich in der Darmschleimhaut befinden, müssen richtig ernährt werden, damit sie keine Löcher in die Schleimhaut fressen. Das bedeutet, je langfristiger man sich falsch ernährt, desto anfälliger ist man für Infekte. Darüber hinaus können im Darm chronische Entzündungen entstehen und das Risiko für eine Leberzirrhose oder für Darmkrebs steigt an. Das bedeutet richtiges Essen vermehrt im Idealfall die guten Bakterien und die schlechten werden eingedämmt. Die Darmschleimhaut wird somit von der gesunden Ernährung gestärkt.

Expertinnen und Experten empfehlen eine überwiegend vegetarische, mediterrane Ernährung. Der Verzehr von Fleisch ist ein- bis zweimal die Woche bedenkenlos. Kohlenhydrate und Süßigkeiten sollten nur in Maßen genossen werden. Lebensmittel, die dem Darm nicht so guttun und sogar die Darmschleimhaut zerstören können enthalten raffinierten Zucker und Zucker aus Weißmehl. Bakterien, die den einfachen Zucker aufspalten lieben Schokolade, Gummibärchen oder Brezen und vermehren sich dadurch sehr stark. Die Spezialisten, die für die komplizierteren Zucker zuständig sind, werden dadurch verdrängt. Außerdem sollte man Geräuchertes, Gepökeltes und Wurstwaren so gut es geht vermeiden. Die Darmschleimhaut wird dadurch gereizt und es entstehen Blähungen, Krämpfe und Bauchweh. Zudem sollte man auf Mayonnaise, Schmalz und Margarine verzichten, da diese zu den schlechten Fetten zählen.

Die besten Freunde der gesunden Darmschleimhaut sind Ballaststoffe. Die wasserunlöslichen Fasern können von den Bakterien nicht verdaut werden und reinigen den Darm. Die wasserlöslichen Ballaststoffe werden von den Bakterien im Dickdarm aufgespalten. Die Fettsäuren die dadurch entstehen füttern die guten Mitbewohner. Inulin zählt zu den Ballaststoffen und ist beispielsweise in der Banane enthalten und wirkt sich günstig auf das Wachstum von Bakterien aus, die entzündungshemmend sind.

Mit vielen ungesättigten Fettsäuren punktet der Fisch. Er stärkt das Zellwachstum und die Schleimproduktion. In einem geriebenen Obstbrei finden sich Quellstoffe, die von Bakterien in kurzkettige Fettsäuren abgebaut werden. Kartoffeln schützen durch ihre Buttersäure den Darm. Sauerkraut eignet sich ebenfalls für den gesunden Darm. Denn alles was fermentiert ist, kann krankmachende Bakterien verdrängen. Hülsenfrüchte und Gemüsesorten wie Wirsing, Spinat und Möhren enthalten viele Ballaststoffe. 30 Gramm Ballaststoffe sollte man pro Tag essen, um dem Immunsystem etwas Gutes zu tun. Da dieser Wert nicht so leicht zu erreichen ist, ist es zu Beginn recht hilfreich, wenn man sich spezielle Menüabfolgen und Rezepte sucht.

4 Kommentare zu “Welche Lebensmittel schützen den Darm, welche zerstören ihn?

  1. Ilse Bil

    Ich habe seit 50 Jahren MC und hab versucht “gesund” zu leben, wie im Artikel beschrieben, da meine ganze Familie Wert auf gesunde Ernährung legte. Erfolg:”Schmerzen, Schübe, Durchfälle wie Wasser, bis zu 30 mal am Tag! Heute esse ich ungesundes Weißbrot, keine Rohkost, wenig Salat und Frischobst. Also ernähre mich relativ ungesund und es geht mir erheblich besser. Also für mich kann ich nur sagen, dass bei MC jeder selber austesten muss, was er verträgt! Unverträglichkeiten können sich auch ändern, ist mir oft passiert!

  2. Timefor

    Mir geht es wie der Vorposterin und auch ich kann mit dem gesunden Rohen und dem frischen Obst …..nichts anfangen. Ich hab nur extremst Bauchweh und Durchfall. Würd ich Sauerkraut oder Rohkostsalat essen, würde ich schrein vor Schmerzn. Brot auch nur Weissbrot..mediteran? Knoblauch und Zwiebel?
    Nichts geht.

    Drum versteh ich viel vin den Ernährungsvorschlägen nicht. Ich halt mich an Babykost vom 4 bis 12 Mon wenns mich umhaut.

    Und wenn ich heute bewusst meine Enkelin beobachte seh ich auch wie Sie sich gegen gewisse Nahrung wehrt. Und sie ist noch gesund.

  3. Der G

    Ich kann das oben geschriebene aus meiner Erfahrung nur bestätigen. Zumindest in Remissionenszeiten geht es mir damit deutlich besser, wenn ich die aufgeführten Lebensmittel esse. Besonders empfehlen kann ich auch Broccoli und Grünkohl. Allerdings habe ich CU, nicht MC.

  4. MaHe

    Ich habe MC und während einem aktiven Schub kann ich all das oben aufgelistete nicht essen. Gerade Rohkost – egal was – macht es schlimmer.

    Selbst während einer Remission kann ich nur bedingt viel Rohkost, Vollkorn, etc. essen, ansonsten habe ich in kürzester Zeit wieder Krämpfe (die dann aber keinen Schub auslösen).

    Mein Arzt sagt ich soll das essen womit es mir gut geht. Während einem Schub am besten sehr leicht verdauliche Sachen (zb Toast, Brei von gekochtem Obst oder Gemüse, oder sogar nur Brühe)

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