Weichmacher Bisphenol A verstärkt entzündliche Krankheiten im Darm

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Weichmacher, wie Bisphenol A (BPA), befinden sich in vielen Plastikgegenständen unseres Alltags. Aus einer aktuellen Studie der Fachzeitung „Experimental Biology and Medicine Journal“ geht nun hervor, dass genau dieser Weichmacher zu chronisch entzündlichen Darmkrankheiten führen kann, oder sie verstärken.

Was ist BPA?

Bisphenol A ist ein oft verwendeter Weichmacher in Plastik. Er dient dazu, dass das Plastik härter wird. So ist er vor allem in Plastikverpackungen und Wasserflaschen zu finden [1]. Auch als Epoxidharz ist er unter anderem in Dosen oder Kunststoffzahnfüllungen enthalten.

Da sich der Stoff leicht aus Materialien herauslöst, kann er so leicht durch die Nahrung aufgenommen werden. Im Darm angelangt, verändert er dort den Aminosäurenstoffwechsel. Desweiteren lässt er die entzündungsfördernden Stoffe im Darm ansteigen und verhindert, dass sich Substanzen zum Schutz unseres Darmes verbreiten können. Durch die Beeinflussung in die Darmflora können Darmerkrankungen begünstigt werden und auf lange Sicht auch zu chronischen Erkrankungen führen.

Risikofaktor Bisphenol A

Die Studie von Dr. Clint Allred zeigt auch die östrogenähnlichen Eigenschaften von BPA auf. Denn neben ungesunder Ernährung und Rauchen, gilt ebenfalls das Hormon Östrogen als Risikofaktor für chronisch entzündliche Dramerkrankungen, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Da Bisphenol A sich im Körper als Östrogen ausgibt, bringt dies den Hormonhaushalt durcheinander und schädigt so der Darmflora.

Weitere Beschwerden können Bauchschmerzen, Durchfall und Müdigkeit sein.

Gefahren durch hohe Belastungen

Ein Problem ist auch die besonders hohe Konzentration an BPA in Dosen und Verpackungen. In einer Studie der Harvard-Universität ernährten sich Testpersonen 5 Tage lang von je einer Dosensuppe. Nach der Testzeit war die BPA- Konzentration im Gegensatz zu Testpersonen, die sich von natürlichen Suppen ernährten, 1221% höher. [2]

Auch Schwangere sollten ihre Aufnahme von Bisphenol A unter die Lupe nehmen, denn besonders bei Ungeborenen kann eine hohe BPA-Konzentration schädlich sein. So kann es zu einer ungünstigen Veränderung des Verhaltens, des Gehirns und der Prostata kommen. Auch Nahrungsmittelintoleranzen würden verstärkt auftreten.

Eine hohe BPA-Konzentration vermeiden

Der Verzehr von Lebensmittel aus Plastikverpackungen und Wasser aus Plastikflaschen ist heute unvermeidbar. Trotzdem kann man sich darum bemühen, im Supermarkt auf unverpackte Waren zu setzen. Die Studie zeigte nämlich ebenfalls, dass ein kompletter Verzicht von BPA sogar bis zum Stillstand chronischer Darmkrankheiten führen könnte.

Desweiteren kann auch eine Ernährungsweise mit Soja-Produkten helfen, da Soja eine hohe BPA-Belastung im Körper kompensieren kann.

 

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