Warum Sport bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung die Lebensqualität steigern kann

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Der Krankheitsverlauf und die Lebensqualität können sich durch Sport bei Menschen mit chronischen Darmerkrankungen mildern. Regelmäßige Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern oder Walken eignen sich für Betroffene von Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom und Colitis ulcerosa. Wie vielfach angenommen wirkt sich sportliche Betätigung nicht negativ auf die Darmperistaltik aus.

Positive Auswirkungen auf Körper und Geist

Die Darmbewegung und die Durchblutung werden angeregt und im Darm wird die Heilung der Entzündungsprozesse gefördert. Wichtig ist es, nicht zu übertreiben. die Intensität nur langsam zu steigern und eine lockere Kleidung zu tragen. Das moderate Training hat zahlreiche positive Auswirkungen auf Körper und Geist.

Erfolgt ein Krankheitsschub sollte der Körper jedoch geschont werden. Erst bei Beschwerdefreiheit kann das Training wieder fortgesetzt werden. Das Sportprogramm kann zwei- bis dreimal die Woche für 15 Minuten stattfinden. Das Training kann man danach pro Woche und Einheit auf bis zu 45 Minuten steigern. Seine eigenen Grenzen zu kennen und die Latte nicht zu hoch platzieren ist dabei sehr wichtig. Das Ausdauertraining kann mit Entspannungsübungen ideal kombiniert werden.

Gute Gründe als CED’ler Sport zu treiben

Die Vorteile von Bewegung sind, dass sie stressresistent macht und Entzündungen verringert werden. Außerdem kann sich das Normalgewicht stabilisieren und die Lebensqualität steigen. Sport wirkt zudem antidepressiv. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Phasen ohne Beschwerden durch Sport verlängert werden. Wettbewerb, Leistungsdruck und Hektik sollten beim Trainieren nicht im Mittelpunkt stehen. Gleichmäßige, ruhige Bewegungsmuster sind hier vorzuziehen.

Das Immun- und Herzkreislaufsystem wird durch regelmäßige Bewegung gestärkt. Kombiniert mit Krafttraining gilt es als Osteoporose-Prophylaxe. Denn Osteoporose tritt häufig bei Kortison-Therapie auf. Bei Gefahr von Knochenbrüchen eigenen sich Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Gymnastik. Sehr beliebt sind auch Pilates, Yoga und Walken. Bevor man mit dem Training beginnt, sollte mithilfe eines Sportarztes ein individueller Trainingsplan angefertigt werden.

Freude am Sport ist langfristig wichtig

Sehr ausschlaggebend ist, dass man Spaß und Freude an der Bewegung hat. Ist das gewählte sportliche Hobby zu anstrengend, verfällt die Lust sich zu bewegen. Beim aktiven Bewegen darf die richtige Sportausrüstung nicht fehlen. Passende Schuhe, Funktionsshirts und Hosen, die locker anliegen, sind ideal. Auf Gürtel oder Trinkgurte sollte man unbedingt verzichten, da der Darmbereich zu sehr eingeengt oder gereizt wird. Trainingspausen dürfen nicht fehlen. An diesen Tagen können Entspannungsübungen Ruhe und Gelassenheit bringen.

Originalpublikation:
gesund.at

Ein Kommentar zu “Warum Sport bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung die Lebensqualität steigern kann

  1. Nils

    Hallo liebes CED-Team
    Seit nun 6 Jahren laufe ich regelmäßig an 10 KM Lauf-Wettkämpfe mit, wie auch mindestens 1 Halbmarathonlauf. Mein Ziel ist es nicht mich dadurch herunterzukämpfen, bis ich nicht mehr kann. Die Läufe geben mir Motivation öfters zu trainieren, draußen in der Natur zu sein, mich zu bewegen etwas für meine Gesundheit zu tun.
    Mit meiner Colitis komme ich klar, muss aber ab und zu auch mal ein Training aussetzen, wenn es gar nicht mehr geht. Aber ja, Spot ist für mich und meine Colitis-Gesundheit sehr wichtig.
    Nils

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