Universitätsklinik Münster: Ernährungstipps bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Über 350.000 Menschen in Deutschland sind an Morbus Crohn oder an Colitis ulcerosa erkrankt. Bei jedem Einkauf fragen sich die Erkrankten, was sie wirklich essen dürfen, ohne weitere Schübe zu riskieren. Nachfolgend ein paar Tipps von Experten.

Verträgliches Essen

Die Patienten mit Morbus Crohn oder der Colitis ulcerosa sind nicht selten arbeitsunfähig und müssen sich mit ihrer Krankheit arrangieren. Viele Menschen plagen sich mit Fragen rund um die Ernährung. Ein Arzt der CED-Ambulanz an der Universitätsklinik Münster rät hier zu einer mediterranen Ernährung. Die Betroffenen sollten hierbei viel Obst und Gemüse sowie regelmäßig Fisch zu sich nehmen. Auch Vitamin D und Imega-3-Fettsäuren sollen bei der Erkrankung hilfreich sein. Dazu gibt es gesicherte Hinweise, was aber nach Auskunft des Arztes noch nicht bis zum Abschluss erforscht ist. Der Mediziner gibt seinen Patienten oft den Rat, das zu essen, von dem man weiß, dass man es gut verträgt. Ein wesentlicher Rat, den der Arzt seinen Patienten mit auf den Weg gibt, ist der, dass man mit dem Rauchen unbedingt aufhören sollte. Das Rauchen wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Krankheit und deren Schübe aus, sondern stellt auch ein Risiko bei Operationen dar.

Schäden durch ein überschießendes Immunsystem

Bei den Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa handelt es sich um einen Schaden an der Darmbarriere, sodass Darmbakterien in die Darmwand einwandern können. In der Folge werden Immunzellen angelockt und das Gewebe entzündet sich. Durch genetische Veränderungen nimmt die Entzündungsreaktion überhand, wonach in der Folge die Entzündung nicht mehr kontrolliert werden kann. Auch wenn es zahlreiche Fortschritte in der medizinischen Therapie gibt, so müssen sich viele Patienten dennoch einer Operation unterziehen. Die Experten der Universitätsklinik Münster glauben nicht daran, dass die Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bald heilbar sein werden, auch wenn immer mehr Betroffene sich das wünschen. Die Aussage lautet hierbei, dass in den nächsten 20 Jahren mit Sicherheit kein entscheidender Schritt passieren wird, denn dazu müsste man jedes Detail der Erkrankung verstehen. Und davon ist man in vielen Fällen noch weit entfernt.

Wie viel Chemie vertragen Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa?

Nicht nur die fetten und süßen Lebensmittel schaden auf Dauer dem Körper, sondern auch die chemiehaltigen Speisen. Leider kann man nicht sofort merken, ob ein Lebensmittel schadet und so kann man diese Lebensmittel auch nicht sofort von seinem Speiseplan streichen. Genauso wie diese Lebensmittel dem Körper schaden, können die entzündlichen Prozesse mit der richtigen Ernährung gehemmt werden. Untersuchungen bestätigen, dass eine strenge biologische Ernährung, die frei von Chemie ist, in zahlreichen Fällen die Abheilung der Darmentzündungen fördert. Mit dem Buch ‘Ernährung bei Morbus Crohn‘ bekommen Betroffene Tipps und Ratschläge zur Ernährung. Mit dem Rezeptteil lassen sich zahlreiche leckere Speisen kreieren, die alles andere als langweilig schmecken.

Quellen:
gesundheitsstadt-berlin.de
heute.at

 

Ein Kommentar zu “Universitätsklinik Münster: Ernährungstipps bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

  1. Tom Searcher

    Was für eine verantwortungslose Empfehlung.
    Sehr schädlich für CED-Patienten ist Zucker, dazu kommen tierische Eiweiße, Gluten, alles, was an Hülsenfrüchten schwer verdaulich ist, ebenso bei Obst und Gemüse, natürlich Alkohol.
    Gut verträglich sind z. B. Bananen, Möhren, Reis, Haferbrei, Hirsebrei, alles Basische, wenn es nicht zu hart ist, Wasser, sehr wenig Fruchtsaft (Zucker!), Tee (bis auf schwarzen), Soja/Reismilch.

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