Undichte Dünndarmschleimhaut – Das Leaky-Gut-Syndrom

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Wenn die Dünndarmschleimhaut undicht wird, spricht man vom Leaky-Gut-Syndrom. Durch zu viel Stress, falsche Ernährung und Alkohol kann dieses ausgelöst werden. Das ist wohl auch die Folge der modernen Lebensweise und Ernährung.

Seit den 1980er-Jahren gibt es bereits Hinweise auf das Leaky-Gut-Syndrom. Viele Indizien von Medizinern häufen sich, trotzdem nimmt es die Schulmedizin noch nicht ganz ernst. Es wird von einer geschädigten Dünndarmschleimhaut gesprochen, die durch unterschiedliche Einflüsse löchrig und durchlässig wird. Als Mitursache werden auch Allergien, ein geschwächtes Immunsystem oder Nahrungsmittelintoleranzen genannt [1]. Ein undichter Darm kann sich auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Erste Anzeichen für das Leaky-Gut-Syndrom sind Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Blähbauch, Infektanfälligkeit und chronische Durchfälle.

Jeder Mensch hat eine individuelle Entstehungsgeschichte, die auf den Lebensstil, Medikamenteneinnahme oder Ernährung zurückzuführen ist. Somit kann man das Leaky-Gut-Syndrom als Symptomkomplex bezeichnen.

Entzündung durch verletzte Stellen des Dünndarms

Eine gesunde Dünndarmschleimhaut ist mit einer Zellschicht bedeckt, die bei einem Menschen einen hundertprozentigen Schutz gegenüber der Nahrung bietet. Der Darm ist eine umkämpfte Oberfläche und das Milieu sehr empfindlich. Ist der Dünndarm an manchen Stellen verletzt, können Antigene aus den Lebensmitteln in den Körper eindringen, das zu Entzündungen führen kann.

Das Leaky-Gut-Syndrom entsteht nicht einfach über Nacht. Der Körper versucht lange Zeit die auftretenden Lücken zu schließen, doch irgendwann ist die Regenerationsfähigkeit des Darms überschritten. Langzeitfolgen können auch Autoimmunerkrankungen oder Gelenksprobleme sein.

Der Candida-Pilz, Konservierungsmittel und zuckerhaltige Lebensmittel

Im Zusammenhang mit dem Leaky-Gut-Syndrom steht auch häufig der Candida-Pilz, der eine Fehlbesiedelung der Darmflora darstellt. Zuckerhaltige Lebensmittel und Konservierungsmittel schaden den Darm auf Dauer sehr. Saisonal und regional zu essen tut unserem Darm gut. Die Dünndarmschleimhaut kann sich durch gesunde, ballaststoffreiche Küche erholen. Kochen wie zu Omas Zeiten wird wieder modern. Frisch und selbst das Essen zubereiten, kann dem Darm helfen, wieder ganz fit zu werden.

Eine genaue Stuhldiagnostik kann Aufschluss über das Darmmilieu geben. Im Blut oder im Stuhl kann der Entzündungsmarker Zonulin nachgewiesen werden. Weitere Tests, wie zum Beispiel der Lactulose-Mannitol-Test, können den Verdacht bestätigen, ob der Darm durchlässig ist. Durch eine Koloskopie oder Gastroskopie kann eine Durchlässigkeit nicht nachgewiesen werden.

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