Selbsthilfegruppen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

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Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind ernsthafte Darmerkrankungen, die zu großem Leid bei den Betroffenen führen. Die Krankheit schränkt den Alltag extrem ein und die Betroffenen können oft kaum ein normales Leben führen. Entspannte Ausflüge oder Reisen sind, wenn überhaupt, nur mit sehr sorgfältiger Planung möglich. Eine wirklich erfolgreiche Therapie ist allerdings kaum bekannt und so leidet ein überwiegender Teil der Betroffenen ein lebenlang unter den Folgen. Dabei kann die Krankheit mal stärker und mal schwächer auftreten, aber die Folgen sind meistens ein ganzes Leben spürbar. Dies führt zu einer hohen Belastung der Erkrankten und in der Gesellschaft ist der Umgang mit einer CED nur sehr schwer. Wird die Krankheit doch häufig eher als harmloser Reizdarm beschrieben. Doch wie können Erkrankte mit der Belastung besser umgehen und wieder zu mehr Zufriedenheit im Leben finden [1] ?

Die Selbsthilfegruppe

Wenn Ärzte nicht mehr weiterwissen und auch Freunde kein richtiges Verständnis für die Krankheit finden, dann kann das Treffen mit anderen Erkrankten hilfreich sein. Diese wissen sehr viel eher unter welchem Leidensdruck die Erkrankten stehen und können so eher für etwas Unterstützung sorgen. So gibt es immer mehr Selbsthilfegruppen, die sich auf die CED, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Krankheiten spezialisieren. Hier treffen sich Betroffene und geben Ihre Erfahrung weiter.

Dabei kann die Selbsthilfegruppe nicht nur seelische Unterstützung leisten. Die Medizin entwickelt sich ständig weiter und regelmäßig werden neue Forschungsergebnisse präsentiert. Nur allzu gerne würden die Erkrankten hoffen, dass diese Therapien erfolgreich sein würden. Doch einen Überblick über diesen medizinischen Fortschritt zu behalten ist nur schwer möglich. In einer Selbsthilfegruppe kann allerdings jeder dazu beitragen sein Wissen und seine Erfahrungen zu teilen. So können neue Therapiemöglichkeiten erläutert werden.

Auch das Teilen mit dem Umgang der eigenen Erkrankung kann den Betroffenen helfen. Einerseits können diese ihr Leid mit anderen teilen und so auf seelische Unterstützung hoffen und andererseits können Tipps anderer Mitglieder helfen, die Darmkrankheit zu lindern. So verfügt jeder Erkrankte über einen Erfahrungsschatz, den er mit anderen Betroffenen teilen kann. Besonders bietet sich dies natürlich für jüngere Erkrankte an, die von den Erfahrungen der Älteren profitieren können. Denn diese leben vielleicht schon seit Jahrzehnten mit dieser Krankheit und können daher genauer mitteilen, welche Therapien oder Ernährungsformen zu einer Linderung geführt haben.

Allerdings muss auch immer beachtet werden, dass die Krankheit sehr individuell ist. So treten die Beschwerden nicht bei jeder Person in gleichem Maße auf und was bei anderen zu einer spürbaren Linderung hilft, muss nicht bei jedem erfolgreich sein. Dennoch liegt einer der Hauptfaktoren, weshalb die Selbsthilfegruppen für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Erkrankte, im Austausch der Erfahrungen und der seelischen Unterstützung. Denn wie bereits bekannt ist, hat die Psyche einen großen Einfluss auf den Verlauf der Darmkrankheit. So kann der regelmäßige Austausch unter Gleichgesinnten für ein besseres Wohlbefinden sorgen und damit sogar aktiv die Symptome gelindert werden. Daher ist der Gang zur Selbsthilfegruppe für jeden Erkrankten mit einer CED zu empfehlen. Wenn es noch keine Selbsthilfegruppe in der Nähe gibt, sollte auch daran gedacht werden eine eigene Gruppe zu gründen. So können neue Freundschaften entstehen und der Umgang mit der Krankheit wird einfacher.

 

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Selbsthilfegruppen in Deutschland:

https://www.dccv.de/die-dccv/selbsthilfegruppen/

Selbsthilfegruppen in Österreich:

http://www.oemccv.at/443_DE-OeMCCV-Termine.htm

Selbsthilfegruppen in der Schweiz:

https://www.smccv.ch/unsere-angebote/events-treffen/lokale-treffen/

 

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