Reizdarmsyndrom durch Stress, Anspannung und innere Unruhe

CED Bauchschmerzen Bettflasche

Das Reizdarmsyndrom kann durch Stress verschlimmert werden. Stress führt häufig bei den Betroffenen zu Verstopfung, einem Blähbauch oder Durchfall. Diese Symptome werden durch bestimmte negative Gedanken und Gefühle ausgelöst. Zwischen der Verschlimmerung des Reizdarmsyndroms und der psychischen Gesundheit besteht ein Zusammenhang, da Hirn und Darm durch sogenannte Signalwege miteinander verbunden sind.

Das Bauchhirn

Das Bauchhirn ist ein autonomes Nervensystem. Autonom ist es deswegen, da es unabhängig von dem Gehirn arbeitet. Dadurch kann dieses Nervensystem nicht direkt gesteuert werden. Indirekte Einflussfaktoren sind Stress, Anspannung und innere Unruhe.

Das viel zitierte Bauchgefühl ist ein Indikator für den Stresspegel einer Person. Der Bauch kann den Stress sozusagen durch die Signalwege dem Hirn melden [1]. Außerdem kann ein Reizdarm oder ein schlechtes Bauchgefühl zusätzlichen Stress erzeugen. Dieses Zusammenwirken zwischen Gehirn und inneren Organen wird über Nerven, Botenstoffe und Hormone geleitet. Dies wird als sogenannte „Darm-Hirn-Achse” bezeichnet. Wenn das Bauchhirn von Krankheiten befallen ist, kann es zu Mobilitätsstörungen des Darms kommen. Dabei arbeiten die Muskeln der Darmwände nicht mehr korrekt. Darunter kann die Verdauung leiden. Außerdem ist eine Mobilitätsstörung des Darms ein großer Risikofaktor für die Entstehung eines Reizdarms.

Wechselwirkungen zwischen Anspannung und dem Bauchhirn

Das Bauchhirn steuert die Geschwindigkeit und Aktivität des Verdauungssystems. Dieses steht in direkter Verbindung mit dem restlichen autonomen Nervensystem. Das autonome Nervensystem besteht aus zwei unterschiedlichen Systemen, die zusammenarbeiten.

Das parasympathische Nervensystem ist für die Prozesse des Körpers verantwortlich, die helfen sich entspannt und ausgeglichen zu fühlen. Dieser Teil des Nervensystems wird aktiviert, wenn das Gehirn signalisiert, dass alles positiv ist und keine schlimme Gefahr droht. Die häufige Aktivierung dieses Teils des Nervensystems ist wichtig für die Regeneration des Körpers.

Das sympathische System der Nerven wird in Stress- und Anspannungssituationen aktiviert. Es sorgt für die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol. Die Leber produziert mehr Glukose, das den Muskeln zur Verfügung gestellt wird. Außerdem erhöht sich die Herzrate, der Blutdruck und die Muskelspannung. Auch die Atemgeschwindigkeit nimmt zu. Außerdem kann es bei enormen Anspannungszuständen zu einer Kontraktion der Harnblase kommen. Daher kommt der Spruch „Sich in die Hose machen vor Angst”.

Das sympathische Nervensystem hat sich im Zeitlauf der Evolution entwickelt. Es ist der Schutzmechanismus, der bei lebensbedrohlichen Gefahren aktiviert wird. Desto bedrohlicher das Ereignis ist, desto stärker wird das sympathische Nervensystem aktiviert. Deswegen sind Menschen, die unter enormer Belastung stehen, teilweise zu übermenschlichen Taten fähig.

 

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