Morbus Crohn und Corona – Es ist Vorsicht geboten! – Gastbeitrag (seit 13 Jahren MC)

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Seit Wochen beschäftigt uns das Coronavirus. Was wir bisher wissen ist hingegen nur, dass ältere Menschen und Risikopatienten besonders gefährdet sind. Ihr Anteil ist unter den bereits Verstorbenen am größten. Doch wer ist Risikopatient und zählen wir mit einer CED auch dazu?

Diese Frage habe ich mir bereits sehr früh gestellt, als sich noch keiner vorstellen konnte, dass sich unser Alltag wegen des CoVid19 einmal so verändern würde.
Hey, ich bin Maurice K. Seit 13 Jahren habe ich selbst Morbus Crohn und schon so ziemlich alles miterlebt. Meine nächste Spiegelung ist im Mai, eine Woche vor meinem Geburtstag.
Ich stellte mir im Zuge der Corona Krise natürlich auch sehr schnell die Frage, in wieweit sich mein Leben jetzt verändern würde.

Es hat sich verändert, soviel ist sicher. Die deutsche Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) betont, ebenso wie abbvie care, dem Anbieter des für Morbus Crohn und Colitis Patienten weit verbreiteten Medikaments “Humira”, dass auch wir zur Risikogruppe zählen!
Durch unsere oft starken Immunsuppressiva sind wir in der derzeitigen Situation besonders gefährdet.
Abstand halten, regelmäßig Händewaschen, nicht ins Gesicht fassen und einen Mundschutz tragen, am besten aber gar nicht erst Risiken durch Kontakte eingehen, ist für uns dieser Tage enorm wichtig.
Lasst am besten Freunde oder eure Eltern für euch einkaufen und wichtige Besorgungen machen. Dadurch schützt ihr euch nicht nur selbst, sondern erfahrt auch ganz nebenbei, wer die wahren Freunde sind!

Die DCCV weist explizit darauf hin, dass auch Symptome eines krankheitlichen Schubes bei uns, auf Grund der vorherrschenden Darmkrankheit, Anzeichen für eine Infektion mit dem Coronavirus sein können.
Darunter zählt u.a. Übelkeit, Erbrechen oder die in einem Schub häufig auftretende Bauchschmerzen.
Auch hier gilt höchste Vorsicht!
Nicht jedes Ziehen im Bauch und nicht jeder Tag, an dem du dich nicht gut fühlst, muss automatisch Corona bedeuten.
Doch Vorsicht ist besser als Nachsicht und gerade bei uns als Bestandteil der Risikogruppe gilt: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!
Im Zweifel also unbedingt euren Gastroenterologen aufsuchen oder ein Krankenhaus!

Wenn wir uns morgen nah sein wollen, müssen wir uns heute fernbleiben.
Dies gilt leider dieser Tage insbesondere für uns.
In erster Linie schützen wir dadurch uns selbst! Schließlich belastet uns unsere Darmkrankheit bereits zur Genüge, als dass wir es mit noch mehr gesundheitlichen Herausforderungen aufnehmen können und sollten!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Maurice K. (Selbst betroffen seit 13 Jahren)

Originalpublikation:
dccv.de
abbvie-care.de

 

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