Langes Stillen – positiv für die Darmgesundheit

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Das eigene Kind zu stillen bringt viele Vorteile mit sich, neben der engen Bindung, unterstützt es die Gesundheit von Mutter und Kind. Das Stillen stärkt das Immunsystem des Säuglings und schützt ihn somit vor Krankheiten. Stillen hat noch viele weitere positive Effekte auf den Körper, auch auf lange Sicht. In zwei Studien konnten Forscher belegen, dass Säuglinge, die lange gestillt wurden, weniger häufig an Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn erkranken. Je länger eine Mutter ihr Kind stillt, umso größer kann der positive Effekt sein. Die Forschungen sind im „Alimentary Pharmacology and Therapeutics“ und im „JAMA Internal Medicine“ erschienen.

Wichtige Inhaltsstoffe

In der Muttermilch ist alles Wichtige enthalten, was der kleine Erdenbewohner braucht um gesund, groß und stark zu werden. Sie besteht aus der für den Menschen richtigen Kombination aus Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Daneben noch andere Stoffe, die beispielsweise für die Abwehr wichtig sind. Wussten Sie, dass sich die Muttermilch während des Stillens an die Bedürfnisse des Kindes anpasst? Am Anfang der Mahlzeit löscht sie mehr den Durst und gegen Ende steigt der Fettgehalt und das Baby wird satt.

Manche Krankheiten beginnen in der Kindheit

Der Grundstein für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kann schon im Säuglingsalter entstehen. Ursache hierfür können Infektionen im Verdauungsbereich, wie Durchfallerkrankungen sein. Durch die in der Muttermilch enthaltenen Abwehrstoffe haben gestillte Säuglinge ein geringeres Risiko hieran zu erkranken. Dies könnte den positiven Effekt der Muttermilch auf die chronisch entzündlichen Erkrankungen im Verdauungstrakt erklären. Vor anderen Erkrankungen, wie Asthma bronchiale, Adipositas, Übergewicht, Allergien oder Neurodermitis ist der Säugling ebenfalls besser geschützt.

Vorteile für Mütter

Nicht nur die Kinder haben Vorteile durch das längere Stillen. Mütter laufen weniger Gefahr an bestimmten Krebsarten, wie Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Zudem reduzieren sie das Risiko von Diabetes oder Bluthochdruck. Daneben bildet sich die Gebärmutter nach der Geburt unter dem Stillen schneller zurück.

Medikamente und Stillen

Manche Frauen machen sich Sorgen aufgrund der Narkose oder bestimmten Medikamenten nicht stillen zu können. Nach der Narkose können Frauen im Prinzip stillen, sobald sie aufgewacht sind. Nimmt die Mutter Medikamente ein, die sich mit dem Stillen nicht vereinbaren lassen, sollte sie mit ihrem behandelnden Arzt sprechen. In den meisten Fällen gibt es unbedenkliche oder schonendere Alternativen. Auch eine Veränderung der Einnahmezeit des Medikamentes kann helfen, beispielsweise wenn die Mutter das Präparat direkt zum Stillen einnimmt. Dann geht der Wirkstoff nicht gleich in die Muttermilch über und ist bis zur nächsten Stillmahlzeit zum Großteil abgebaut. Klären Sie eine Änderung der Einnahmezeit auf jeden Fall vorher mit Ihrem Arzt ab. Leider sind die Ansichten über das Stillen teilweise noch veraltet. Fühlen Sie sich nicht ausreichend kompetent beraten, scheuen Sie sich nicht die Meinung eines weiteren Fachmannes einzuholen.

Quellen:
heilpraxisnet.de
pharmazeutische-zeitung.de
gesund-ins-leben.de
multi-mam.de

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