Hilft Kurkuma bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa?

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Seit Jahren wird über die Wirksamkeit von Curcumin bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa geforscht. Unterschiedlichste Studien wurden durchgeführt. Aufgrund der fehlenden Lobby fallen diese zwar eher kleiner aus, lassen aber einen positiven Trend erkennen.

Kurkuma

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist eine Pflanze, die zu den Ingwergewächsen gehört und in Südasien beheimatet ist. Die Kurkumawurzel sieht der Ingwerwurzel ziemlich ähnlich, fällt allerdings durch seine intensive dunkelgelbe Färbung auf. Bekannt ist Kurkuma vor allem in seiner Verwendung in Curry. Verantwortlich für die Farbe ist das enthaltene Curcumin.
Seit Jahrhunderten ist Kurkuma in der ayurvedischen Heilkunde bekannt und wird für seine wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Von manchen bekommt der Wurzelstock gar den Zusatz „Wunderknolle“, da seine heilenden Eigenschaften an ein Wunder grenzen sollen.

Hilfe bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen?

In Indonesien haben drei Wissenschaftler sich diese Frage gestellt und machten sich auf die Suche nach passenden Forschungsergebnissen. Sie fanden drei relevante Studien, bei denen Curcumin gegen ein Placebo getestet wurde. Eine Studie befasste sich damit, ob Curcumin die Ruhephase zwischen den Schüben verlängern kann. Die beiden anderen Studien beschäftigen sich mit der Frage, ob Curcumin in der Lage ist, eine Ruhephase einzuleiten oder einen Krankheitsschub aufzuschieben.
Die Studien untereinander unterscheiden sich zu sehr voneinander, als dass die Ergebnisse aussagekräftig miteinander verglichen werden könnte. Ebenfalls ist die Teilnehmerzahl zu gering. Allerdings lässt sich ein positiver Trend erkennen. Curcumin schnitt in allen drei Studien besser ab als das Placebo.

Zwei Pharmazeutinnen an der Universität des Saarlandes gelang es, den Wirkmechanismus des Curcumins zu entschlüsseln. Bei ihrer Forschung konnten die beiden Wissenschaftlerinnen die entzündungshemmende Wirkung nachweisen. Curcumin beeinflusst ein entzündungsspezifisches Eiweiß, ähnlich wie das Steroidhormon Cortison, aber ohne dessen gravierende Nebenwirkungen. Die Pharmazeutinnen hatten in früheren Studien herausgefunden, dass eben dieses Protein verantwortlich ist für eine verstärkte Entzündungsreaktion.

In einer kleinen Studie im Jahr 2005 haben zwei Ärzte aus New York an zehn Patienten die Wirkung von Curcumin getestet. Die Personen litten unter Morbus Crohn oder unter Colitis ulcerosa. Nach einem Zeitraum von zwei Wochen stellten sich bei allen Probanden Verbesserungen ein. 

Es gibt noch weitere Studien zu diesem Thema. Die Forschungsergebnisse zeigen eine positive Wirkung von Curcuma bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen. Die Wissenschaft fordert allerdings genauere und größer angelegte Forschungen, um gesicherte Ergebnisse zu erhalten.

Personen, die unter Gallensteinen leiden, sollten lieber keine Curcumin-Präparate zu sich nehmen. Die Substanz führt zu einem vermehrten Gallenfluss und dieser könnte dazu führen, dass vorhandene Steine den Abfluss der Galle behindern.

In der Kurkumawurzel ist nur eine niedrige Dosis an Curcumin enthalten. Zudem nimmt der Darm die Substanz schlecht auf. Um die Aufnahme zu verbessern, ist es sinnvoll Kurkuma mit schwarzem Pfeffer zu kombinieren.
Im Handel sind auch reine Curcurmin-Präparate erhältlich.

Quellen:
barfi.ch
deine-gesundheit.net
pharmazeutische-zeitung.de
wikipedia.org

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