Ein Mangel an Vitamin D kann das Reizdarmsymptom begünstigen

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Das Vitamin D hat auf viele Prozesse in unserem Körper einen großen Einfluss. Leider leiden auch viele Menschen an einem Mangel des wichtigen Vitamins. Auch der Magen und Darm Trakt ist abhängig von Vitamin D. Neueste Studien legen nahe, dass besonders Menschen, die unter dem unangenehmen Reizdarm-Syndrom leiden, einen Mangel an dem Vitamin aufweisen [1]. Eine Zuführung von Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel könnte hier eine Linderung der Symptome herbeiführen. 

Die Störung des Darms, welche auch Reizdarm-Syndrom genannt wird, kommt sehr häufig in der Bevölkerung vor. Es wird geschätzt, dass fast 11 Prozent der Deutschen darunter leiden. Das Reizdarm-Syndrom äußert sich darin, dass sich Perioden von Verstopfung und Durchfällen abwechseln. Auch Schmerzen im Bauch und der Magengegend, sowie starke Blähungen treten aus. Leider sind die Ursachen dieser Erkrankung noch sehr wenig erforscht. Eine Diagnose wird nur aufgrund der auftretenden Symptomatik und der Auftrittshäufigkeit dieser gestellt. 

Jetzt wurde festgestellt, dass Patienten, welche Reizdarmsymptome zeigen, häufig auch eine zu niedrige Konzentration des Vitamins D im Körper trugen. Die Untersuchungen hierzu stecken momentan aber leider noch in den Kinderschuhen. Die jetzigen Erkenntnisse gewannen Wissenschaftlicher der Sheffield Universität in England durch das Untersuchen von bereits bestehenden Forschungsarbeiten, Beobachtungsstudien und weiterer Interventionsstudien aus. 

In beiden Studienarten wurde jeweils nachgewiesen, dass die Patienten mit Reizdarmsyndrom ebenfalls einen Mangel an Vitamin D aufwiesen. In den Studien wurde außerdem enthüllt, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin D die bekannten Symptome des Reizdarms linderten. Dies könnte für viele Betroffene eine große Erleichterung sein. Dennoch, zukünftig sind noch mehr wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema notwendig, um die genaue Wirkung ausmachen zu können. Die bisher angelegten Studien zielten alle darauf ab, die Wechselwirkung von Vitamin D und der jeweiligen Lebensqualität zu untersuchen. Für Betroffene ist diese nämlich von größter Bedeutung. Aktuell stehen die Forscher hier aber definitiv noch ganz am Anfang ihrer Untersuchungen. 

Bisher kann mit Sicherheit lediglich gesagt werden, dass in den bisher veranlassten Studien oft vorkam, dass Menschen mit dem Reizdarm-Syndrom auch oft zu geringe Werte bei dem Vitamin D aufwiesen. Eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D könnte hier also der Schlüssel zu mehr Lebensqualität sein. Schaden tut diese Einnahme dem Körper keinesfalls, und vielleicht stellt sich tatsächlich eine Verbesserung der Symptome ein. Dennoch sind in jedem Fall noch viele weitere Untersuchungen notwendig, um die These einwandfrei zu beweisen und die Wechselwirkungen aufzudecken. 

 

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