Drei verschiedene Diäten bei Morbus Crohn

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Immer mehr Ärzte sagen zu Morbus Crohn Patienten, dass diese essen sollten, was ihnen gut tut. Gerade aus diesem Grund beginnen ca. 40% der Erkrankten eigenmächtig mit einer Diät, denn sie glauben, dass sie damit die Symptome der Erkrankung kontrollieren können und sich letztendlich besser fühlen. Sehr beliebt bei den Erkrankten sind diverse Kohlenhydratdiäten und die FODMAP-Diät. So nehmen die Kohlenhydrate bei einer spezifischen Kohlenhydratdiät einen großen Einfluss auf das Mikrobiota Wachstum und dessen Erhaltung. Es gibt Saccharide, die ohne Verdauungsprozesse resorbiert werden und keine Nahrung für die Darmbakterien darstellen. Für Morbus Crohn Erkrankte bedeutet dies, dass sie Monosaccharide(google) zu sich nehmen dürfen, aber auf keinen Fall Disaccharide(google) und Polysaccharide(google).

Die Kohlenhydrat-Diät  – Vorsicht bei erhöhter Ballaststoffzufuhr

Diese Zufuhr kann gemäss der Kohlenhydrat-Diät zu Verstopfungen führen, daher sind Getreide, Kartoffeln, Milch und Soja strikt verboten. Zu den erlaubten Lebensmitteln zählen Gemüse, Nüsse, Früchte, laktosefreie Milchprodukte, Fleisch, Eier, Butter und Öl. Als Ergänzung eignen sich sehr gut selbst gemachte laktosefreie Joghurts. Studien und auch Fallberichte von Morbus Crohn Erkrankten beweisen, dass eine solche Kohlenhydratdiät sich positiv auf die Biodiversität des Mikrobioms auswirkt und damit einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der Erkrankten hat. Jedoch ist diese Diät nicht für jeden Erkrankten geeignet, denn durch die erhöhte Ballaststoff-Zufuhr kann es bei einer bestehenden Dünndarm-Stenose zu Problemen kommen. Des Weiteren kann es zu einer gefährlichen Nebenwirkung, nämlich der Orthorexia nervosa, kommen. Die Rede ist hier von einem krankhaften Verlangen nach gesunder Ernährung.

Was ist die Low-FODMAP Diät?

Darunter versteht man, dass bei der Ernährung kurzkettige Kohlenhydrate vermieden werden. Gerade bei Patienten mit einem Reizdarm Syndrom wirkt sich dies positiv aus. Erkrankte sollten daher bei dieser Diät auf Laktose, Fruktane, Galaktane und Polyole verzichten. Grund hierfür ist, dass die fermentierbaren Oligo-, Di- und Monosaccharide von den Darmbakterien vergärt werden, was in der Folge zu Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen führt. Des Weiteren kann es zu veränderten Stuhlgewohnheiten kommen.

Weitere Diät entwickelt

US-Experten haben noch eine weitere Diät entwickelt, die bei Morbus Crohn Kranken eine Linderung bringen soll. Die Rede ist hier von der Anti-CED-Diät. Bei dieser Diät wird vollkommen auf Disaccharide, Getreide (außer Reis), rotes Fleisch sowie auf Produkte mit Konservierungsmitteln und Zusatzstoffen verzichtet. Rohkost und Nüsse sollten stark reduziert werden, denn dadurch werden die Verdauungsenzyme lahmgelegt. Gemüse sollte immer gekocht oder gedünstet werden.

Lese hierzu auch die Beiträge Universitätsklinik Münster: Ernährungstipps bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa und Morbus Crohn: Neue Studie sorgt für Furore

Quelle:
medical-tribune.de

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