CED Glossar – Morbus Crohn & Colitis ulcerosa Glossar


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Pankreatitis

Die Krankheit Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Diese kann – abhängig von der Ursache – akut oder chronisch auftreten. Symptome beider Formen der Pankreatitis sind starke Schmerzen mit äusserlichen Zeichen wie Blutergüssen, Symptome der chronischen Form ein Funktionsausfall der Pankreas (der Bauchspeicheldrüse).

Pentasa

Mit dem Arzneistoff Pentasa werden akute sowie chronische entzündliche Darmerkrankungen behandelt. Durch Einnahme des Medikaments in teilbarer Tablettenform werden vorhandene Entzündungen gehemmt und das Auftreten neuer Entzündungen im Dickdarm verhindert.

Perforation

Im medizinischen Sprachgebrauch wird mit der Perforation die Durchstossung oder der Durchbruch eines Hohlorgans oder von Gewebeteilen des Körpers beschrieben. Beispiele einer Perforation im Darmbereich sind akute Pankreatitis, Geschwüre des Magens oder des Zwölffingerdarms oder maligne Tumoren.

Perianaler Abszess

Die Erkrankung des perianalen Abszesses wird auch als Periproktitis bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Gewebeentzündung nahe oder ausserhalb des Rektum-Lumens, welches von Schleimhaut ausgekleidet ist. Ein perianaler Abszess kann nach der Operation von Hämorrhoiden und anderen mechanischen Verletzungen in diesem Bereich auftreten.

Polypen

Polypen treten auf den Schleimhäuten als gestielte Ausstülpungen auf. Sie sind so gross, dass sie mit blossem Auge (makroskopisch) sichtbar sind. Eine häufige Form von Polypen sind Adenome im Darm, Polypen der Gebärmutter, der Nase oder des Magens.

Port

Der medizinisch gelegte, dauerhafte Zugang zum Blutkreislauf oder seltener in die Bauchhöhle wird als Portkatheter und kurz als Port bezeichnet. Er wird immer dann zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt, wenn periphere Gefässzugänge zur Medikamentenzufuhr mehrmals oder über einen längeren Zeitraum erforderlich sind.

Postoperativ

Postoperative Symptome beschreiben Vorgänge und Erscheinungen, die nach (post) einer Operation (operativ) auftreten. Dies können Zittern, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme und andere Nachwirkungen eines chirurgischen Eingriffs sein. Überwiegend treten postoperative Vorgänge eher aufgrund der Wirkung der Narkosemittel und weniger häufig aufgrund des Eingriffs selbst auf.

Proktoskopie

Die Proktoskopie ist eine Untersuchungsmethode, bei welcher ein starres Proktoskop (Metallrohr) etwa 10 – 15 cm weit in den Analkanal eingeführt wird. Ziel der unangenehmen, aber nicht schmerzhaften Untersuchung ist das Erkennen krankhafter Veränderungen im untersuchten Bereich, beispielsweise von Hämorrhoiden.

Propofol

Das Narkotikum Propofol wird als Hypnotikum ohne schmerzlindernde Wirkung verwendet. Zum Einsatz kommt dieser Arzneistoff bei Magen- und Darmspiegelungen, endoskopischen Untersuchungen und in der Allgemeinanästhesie. Ein Vorteil von Propofol sind die geringeren postoperativen Erscheinungen im Vergleich zu anderen Wirkstoffen des gleichen Einsatzbereichs.

PSC

Bei einer primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) sind die Gallenwege in und/oder ausserhalb der Leber chronisch entzündet. Dies führt zu einer narbigen Verhärtung (Sklerose) und in diesem Zusammenhang zu verengten Gallenwegen. Besondere Risikogruppen für eine PSC sind überwiegend männliche CED-Patienten mit einer Colitis ulcerosa.

Pseudopolypen

Bei einem Pseudopolypen handelt es sich um eine Schleimhautgeschwulst, die häufig im Zusammenhang mit CED-Erkrankungen, hier überwiegend bei Colitis ulcerosa, auftritt. Der Vorsatz „Pseudo“ beschreibt dabei einen Polypen, der nicht durch die Neubildung von Gewebe entsteht, sondern als regenerativ oder hyperplastisch einzustufen ist.

Purinethol

Die Wirkung des Arzneistoffs Purinethol beruht auf dem Inhaltsstoff Mercaptopurin. Dieser findet Anwendung bei der Chemotherapie von Blutkrebs (Leukämie) sowie bei der Langzeitbehandlung von CED-Erkrankungen. Sehr oft ist Purinethol eine gut verträgliche Alternative für Patienten.

Rektosigmoidoskopie

Die Rektosigmoidoskopie (Enddarmspiegelung) ist eine endoskopische Untersuchungsmethode des End- und Dickdarms. Sie kann nach einem Einlauf kurz vor der Untersuchung ohne weitere Vorbereitungen durchgeführt werden. Die Rektosigmoidoskopie findet Einsatz zur Abklärung von akut auftretenden Beschwerden im Dickdarm oder von frischen Blutungen aus diesem Bereich.

Rektale Untersuchung

Eine rektale Untersuchung des Enddarms und benachbarter Beckenbereiche wird mit dem Finger durchgeführt. Dabei können durch Abtasten der Tonus des Schliessmuskels, die männliche Prostata, der weibliche Uterus, die Schleimhaut des Enddarms sowie die Beschaffenheit des Stuhls am Handschuh beurteilt werden.

Rektum

Die eingedeutschte Bezeichnung des medizinischen Begriffs Mastdarm lautet Rektum. Gemint ist damit ein Teil des End- bzw. Dickdarms, wo unverdauliche Nahrungsreste vor der Darmentleerung zwischengespeichert werden. Da der Mastdarm selbst keine Schmerzrezeptoren besitzt, rühren Schmerzen in diesem Bereich von den sehr wohl schmerzempfindlichen Schliessmuskeln her.

Remicade

Imifliximab ist ein monoklonaler Antikörper im Medikament Remicade, welches zu den TNF-Blockern gehört. Damit werden unter anderem CED-Erkrankungen, rheumatoide Arthritis und andere arthritische Erkrankungen und Schuppenflechte behandelt. Aufgrund der Wirkungsweise ist während der gesamten Therapie mit Remicade eine sorgfältige Überwachung des Blutbilds erforderlich.

Remission

Verringern sich Symptome einer Krankheit vorübergehend oder dauerhaft ohne eine vollständige Genesung, so wird dieser Prozess als Remission bezeichnet. Der Begriff wird als Erfolgsparameter einer Therapie verwendet, beispielsweise bei Tumoren oder chronischen Erkrankungen.

Resorption

Beim Verdauungsprozess der Resorption werden aktiv oder passiv Nährstoffbausteine vom Dünndarm in den Körper abgegeben bzw. vom Körper aus dem Dünndarm durch Osmose aufgenommen.

Rezidiv

Ein Rückfall nach zeitweiligen Behandlungserfolgen wird als Rezidiv bezeichnet. Bekannte Rezidive sind das Wiederauftreten von Krebserkrankungen, das erneute Aufflammen psychischer Störungen oder die Rückkehr zum zwanghaften Konsum bei Suchtkranken.

Röntgen

Das bildgebende Verfahren des Röntgens wird bereits seit 1895 dazu verwendet, um Anomalien im Körper zu finden, die bestimmten Symptomen einer Erkrankung entsprechen. Inzwischen wurden modernere, weniger riskante Diagnoseverfahren entwickelt, da die Röntgenstrahlung eine radiologische Belastung des Körpers mit seltenen, aber möglichen Spätfolgen bedeutet.

Rotavirus

Der Rotavirus ist eine Gruppe von Erregern der Diarrhoe (Durchfall) bei Vögeln und Säugetieren. Derzeit sind die fünf Spezies A bis E des Rotavirus und die zwei vorläufigen Spezies F und G speziell klassifiziert.

 

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