CED Glossar – Morbus Crohn & Colitis ulcerosa Glossar


ABC
DEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

 

Jejunum

Zwei Fünftel oder ein bis zwei Meter des Dünndarms bildet der Leerdarm, auch als Jejunum bezeichnet. Er liegt zwischen dem Zwölffingerdarm und dem Krummdarm. Im Jejunum werden Bestandteile der Nahrung aufgenommen und ein Teil der Verdauungsprozesse durchgeführt.

Kapselendoskopie

Bei der Kapselendoskopie verschluckt der Patient eine Kapsel mit einer sogenannten Pill-Cam. Diese Kleinst-Kamera macht auf ihrem Weg durch den Verdauungstrakt automatisierte Bilder von der Darmschleimhaut mit dem Ziel, krankhafte Veränderungen zu erkennen. Die Bilder werden an einen tragbaren Datenrekorder ausserhalb des Körpers übertragen.

Klysma

Das Einleiten einer Flüssigkeit vom Anus in den Darm heisst Einlauf oder Klysma oder Klistier. Anwendungsgebiete eines Klysmas sind die Darmentleerung vor Untersuchungen oder Operationen oder die Beseitigung einer Verstopfung.

Knochendichtemessung

Mit der Osteodensitometrie oder Knochendichtemessung wird der Gehalt im Knochen an Kalksalz und somit dessen Dichte gemessen. Als Diagnoseverfahren dient sie der Erkennung von Stoffwechselstörungen des Knochens. Da eine abnehmende Knochendichte das Bruchrisiko erhöht, wird die Knochendichtemessung auch als therapeutisches Kontrollverfahren während eines Krankheitsverlaufs eingesetzt.

Kolektomie

Bei einer Kolektomie wird durch eine Operation der komplette Dickdarm entfernt, der Mastdarm jedoch im Körper belassen. Angewendet wird diese chirurgische Methode, um die Darmkontinuität wiederherzustellen oder den Dünndarm als künstlichen Darmausgang auszuleiten. Eine Kolektomie kann im Verlauf einer Colitis ulcerosa die einzige Heilungschance sein.

Koloskopie

Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) werden der Dickdarm und der letzte Teil des Dünndarms untersucht. Diese Untersuchungsmethode wird zur Vorsorge oder bei familiärer, erblicher Vorbelastung bestimmter Krankheiten eingesetzt. Ebenfalls zweckmässig ist eine Koloskopie bei auffälligen Symptomen wie Blutstuhl oder Tumorverdacht oder zur Erkennung einer CED-Erkrankung.

Konservative Therapie

Im Gegensatz zu einer operativen Behandlung wird ein Krankheitszustand in der konservativen Therapie mit Medikamenten und physikalischen Behandlungsmethoden verbessert. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die gesamte Schulmedizin ebenfalls als konservative Therapie zusammengefasst. Jedoch gehört die Naturheilkunde als inzwischen stärker anerkanntes Teilgebiet ebenfalls dazu.

Künstliche Ernährung

Kann oder darf ein Mensch nicht ausreichend essen oder verweigert er die Nahrungsaufnahme, ist die künstliche Ernährung eine Alternative zur Fremdzufuhr nötiger Nahrung. Die Art der künstlichen Zufuhr über medizinische Hilfsmittel wird nach dem Ausmass der zu überbrückenden Wegstrecke als enterale oder parenterale Ernährung bezeichnet.

Laparoskopie

Die chirurgische Methode der Bauchspiegelung bzw. Laparoskopie gehört zum Komplex der minimal-invasiven Eingriffe. Speziell bei diesem Teilgebiet der Chirurgie werden Operationen der Bauchhöhle vorgenommen und dem operierenden Chirurgen die Sicht auf den OP-Bereich über ein eingeführtes optisches Instrument verschafft.

Läsion

Eine Läsion ist eine Verletzung durch äussere Einwirkung. In der Medizin werden mit Läsion auch Symptome auf der Haut bezeichnet, zum Beispiel Blasen, Krusten, Geschwüre oder Knötchen. Die Radiologie nutzt den Begriff ausserdem zur Beschreibung einer Aufnahmeregion mit verändertem Signalverhalten.

Loperamid

Das Medikament Loperamid wird zur Behandlung der Symptome unterschiedlicher Durchfallerkrankungen bei Heranwachsenden ab 12 Jahren und Erwachsenen verwendet. Zu beachten ist, dass die Einnahme nur die akuten Diarrhoen lindern kann. Zur Ursachenbehandlung von CED-Erkrankungen wird es nicht eingesetzt.

 

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

 

Auch oft gesucht:
Morbus Crohn Glossar
Colitis ulcerosa Glossar
CED Glossar